Weihnachtsspendenaktion 2022 der Stadt gestartet

Es ist Jahr für Jahr ein Herzenswunsch von Oberbürgermeister Christoph Traub, des rührigen Teams vom Sozialen Dienst sowie vor allem von vielen Bürger*innen: dass Filderstädter*innen in Not geholfen werden kann. Möglich macht dies auch 2022 die traditionelle Weihnachtsspendenaktion der Stadt. Ihre „Mission“ ist aktueller und drängender denn je.

Pandemie, Energiekrise, Inflation. Die Liste der Sorgen vieler Menschen wird immer länger. Die finanzielle Not wächst kontinuierlich – auch in Filderstadt. Hier greift seit vielen Jahren die städtische Weihnachtsspendenaktion und hilft Bedürftigen wie Menschen vor der „eigenen Haustür“, die in eine Notlage geraten sind – zum Fest der Feste aber auch das ganze Jahr über.

Dass das Geld dort ankommt, wo es am dringendsten benötigt wird, dafür sorgen die „guten Geister“ vom Sozialen Dienst Filderstadt: Heike von Broock, Jeanette Widmann-Birk, Peter Fricker, Justyna Molik-Böpple und Irena Hörz. Das Team der „sozialen Feuerwehr“ agiert (möglichst) schnell, unbürokratisch, immer hautnah am Geschehen und den Menschen. Jeder einzelne Fall werde, so das städtische „Quintett“, im Vorfeld geprüft.

Dank allen Spender*innen

Oberbürgermeister Christoph Traub: „Die Weihnachtsspendenaktion in Filderstadt ist mehr als nur ein alljährlicher Brauch. Sie macht aufmerksam, dass Menschen – auch in unserer reichen Stadt – Not leiden und Unterstützung brauchen. Gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten! Diese Hilfe können wir nur dank der zahlreichen Spender*innen leisten. Durch Ihr soziales Engagement setzen Sie ein Zeichen für das gute Miteinander in unserer Stadt. Sie helfen, unserem Sozialen Dienst zu helfen“. Und das Stadtoberhaupt fährt fort: „Gerade zu den Weihnachtsfeiertagen soll auch 2022 ein bisschen Freude in den Häusern einkehren.“ Darüber hinaus werde das Geld auch das Jahr über für Menschen in Not benötigt.

Dass Hilfe vor Ort notwendiger denn je ist, zeigt der Berufsalltag von Heike von Broock, Jeanette Widmann-Birk, Peter Fricker, Justyna Molik-Böpple sowie von Irena Hörz aus dem Amt für Integration, Migration und Soziales. Sie alle wissen um die zunehmende Not vieler. Die Situation hat sich – ihrer Erfahrung nach – in 2022 weiter verschärft. Heike von Broock: „Wir haben immer mehr (Not-)Fälle in der Stadt.“ Der finanzielle Druck sei bei vielen größer – zum Teil nicht mehr tragbar – geworden. Immer mehr Menschen und Familien kämpften buchstäblich ums „nackte Überleben“. Ihre Erfahrung: „Manchmal geht es einfach darum, mal wieder den leeren Kühlschrank zu füllen.“

Keinerlei Luxus 

Die Weihnachtsspendenaktion beschert keinerlei „Luxus“. Sie hilft Betroffenen lediglich dabei, ihr Leben zu bestreiten. Denn: Die Miete muss bezahlt werden. Strom, Gas, Heizöl, Wasser, Telefon, Versicherungen, Medikamente (Zuzahlungen) kosten Geld. Haushaltsgeräte oder Fahrräder müssen repariert werden. Arztrechnungen stehen offen, die Kinder benötigen Winterstiefel oder mal eine Waldheim-Freizeit. Die Fahrtkosten zum Jobcenter und das „Essen auf Rädern“ sind zu hoch. Not über Not. So steht das Telefon des Sozialen Dienstes oftmals nicht still. Der Hilferuf vieler: Wie kann ich in diesen Zeiten finanziell überleben?

Zudem ist in diesem Jahr noch eine weitere große Herausforderung auf die Stadt zugekommen: die Aufnahme von rund 600 Geflüchteten (überwiegend aus der Ukraine). Auch diesen Menschen in Not will die Weihnachtsaktion zur Seite stehen. Um Betroffenen – egal welcher Herkunft – helfen zu können, kauft der Soziale Dienst oftmals Gutscheine für die Fildertafel auf und verteilt diese an Notfälle.

„Jeder kann unverschuldet in diese missliche Lage kommen“

Die Weihnachtsspendenaktion der Stadt hat eine lange Tradition. Im vergangenen Jahr konnten über 35.000 Euro für soziales Engagement vor der eigenen Haustür gesammelt werden. Ein kleiner Teil wird vor dem Fest der Feste an Bedürftige ausgeschüttet. Der Großteil kommt erst im Folgejahr zum Einsatz, um Menschen in Not schnell und unbürokratisch helfen zu können. Oberbürgermeister Christoph Traub erinnert daran, dass jeder unverschuldet in diese missliche Lage kommen könne. Er bittet die Bevölkerung mitzuhelfen. Die Bankverbindungen der Aktion lauten (Stichwort: „Weihnachtsspendenaktion der Stadt Filderstadt 2022“):

Bernhauser BankBIC: GENODES1BBFIBAN: DE91 6126 2345 0000 0550 00

BW-BankBIC: SOLADEST600IBAN: DE23 6005 0101 0001 3260 20

KSK Esslingen-NürtingenBIC: ESSLDE66XXXIBAN: DE44 6115 0020 0010 7707 08

Volksbank FilderBIC: GENODES1NHBIBAN: DE31 6116 1696 0222 2220 00